40 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger

Einbürgerungsfeier: 40 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger

Landrat Kai Seefried hat am heutigen Donnerstagabend im Stader Kreishaus 40 Frauen, Männern und Kindern aus elf Herkunftsländern ihre Einbürgerungsurkunden überreicht. Viele kamen mit Verwandten und Bekannten zu der Veranstaltung. Es war bereits die 37. Einbürgerungsfeier, die der Landkreis Stade ausgerichtet hat.
Landrat Kai Seefried rief die Neubürgerinnen und Neubürger dazu auf, sich in die Gesellschaft einzubringen. „Engagieren Sie sich hier bei uns im Landkreis Stade“, sagte der Chef der Kreisverwaltung. „Wir brauchen Sie – mit Ihrem Wissen, mit Ihrem Engagement, mit Ihrer Kraft können Sie entscheidend zum Gelingen unseres Gemeinwesens beitragen.“ Das zeige sich besonders im Ehrenamt – ob bei der Feuerwehr, im Sport- oder Schützenverein oder in der Kommunalpolitik. Hier sei es sehr wertvoll, wenn Menschen mit unterschiedlichen Biografien ihre ganz eigenen Perspektiven einbrächten.

Ein Zeichen für Frieden und Rechtsstaatlichkeit
Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind für den Landrat „ein ganz wichtiger Teil unseres Landkreises“. Die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft sei ein Bekenntnis zu gemeinsamen Werten, sagte der Behördenleiter. Die Einbürgerungsfeier sende „ein Zeichen für Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ aus, sagte Seefried. Es sei wichtig, jeden Tag für diese Rechte einzutreten – „erst recht in einer Zeit, in der unser demokratischer Rechtsstaat mitunter offen in Frage gestellt wird“.

Die Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel hält die Festrede, sie spricht zum ersten Mal bei einer Einbürgerungsfeier in Stade.
© Landkreis Stade / Daniel Beneke

Für die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sprach Abrar Alotaibi aus Jordanien. Die 41-Jährige kam 2018 nach Deutschland. Sie arbeitet in einem Hamburger Ingenieurbüro. Der Landkreis Stade sei für sie „ein Ort der Chancen“, hier öffne sich „ein neues Kapitel in meinem Leben“. Sie sei „stolz darauf, ein Teil der deutschen Gesellschaft zu sein.“ Alotaibi sagte: „Diese Staatsbürgerschaft bedeutet für mich nicht nur Rechte. Ich möchte Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.“

Einmalige Lebensgeschichten
Die Festrede hielt die Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel: „Ihre Lebensgeschichten sind einmalig Das, was Sie geleistet haben, hat meinen größten Respekt. Ich hoffe, dass Sie hier im Landkreis Stade Ihren Weg gehen – mit Herz und Zuversicht.“ Ihnen werde nicht nur eine Urkunde überreicht: „Sie gehören hier dazu.“ Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger würden auf eigenen Beinen stehen und ihr eigenes Geld verdienen wollen. Gerade Kinder und junge Menschen hätten in Deutschland viele Chancen. Die Parlamentarierin forderte einen respektvollen Umgang bei Meinungsverschiedenheit. Zobel rief die Neubürgerinnen und Neubürger zu einem Engagement in den Dorfgemeinschaften und Vereinen auf: „Lernen Sie unsere Region kennen.“
Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stammen aus Afghanistan, Bulgarien, Irak, Iran, Jordanien, Kasachstan, Kongo, Kosovo, Nordmazedonien, Polen, Serbien, Spanien, Sudan, Syrien, Togo, Türkei. Sie erhielten in dem feierlichen Rahmen ihre Urkunden und ein Grundgesetz überreicht, für die Kinder gab es zudem einen Landkreis-Teddy. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Musiker Rasmus Franzke, Henry Vietze und Ingolf Lienau von der Kreisjugendmusikschule Stade. Bei der Einbürgerungsfeier waren auch Mitglieder des Kreistages sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen dabei.

Quelle: Landkreis Stade, Meldung vom 05.02.2026

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