[Amtlicher Beitrag] Neue Kita-Verträge unterzeichnet: Einheitliche und faire Finanzierung im Landkreis Friesland
Der Landkreis Friesland und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden – für die Gemeinde Zetel war dies Erster Gemeinderat Michael Röben – haben die neuen Kita-Vereinbarungen unterzeichnet.
Damit wird die bestehende Zusammenarbeit im Sinne eines hochwertigen Betreuungsangebots und einer fairen Finanzierung im gesamten Kreis weiterentwickelt.
Neue Kita-Verträge unterzeichnet: Einheitliche und faire Finanzierung im Landkreis Friesland © Landkreis Friesland
Neben einheitlichen Qualitäts- und Fachstandards schafft die Vereinbarung Klarheit, Transparenz und Fairness hinsichtlich der Verteilung der Kosten zwischen Landkreis und Kommunen. Dabei werden die nicht gedeckten Kita-Kosten (Zuschussbedarf) jeweils zur Hälfte durch den Landkreis und die Städte bzw. Gemeinden getragen. Gleichzeitig wird die Finanzierung von der Kreisumlage entkoppelt.
„Mit den neuen Vereinbarungen schaffen wir eine klare, faire und dauerhaft tragfähige Grundlage für die Finanzierung unserer Kindertagesstätten“, erklärt Landrat Sven Ambrosy und ergänzt: „Entscheidend ist: Alle Kommunen werden gleichbehandelt. Gleichzeitig gewinnen alle Beteiligten mehr Planungssicherheit – und das kommt am Ende vor allem den Kindern und Familien zugute.“
Die Vereinbarungen zwischen Landkreis und den Kommunen mit eigener Kita-Trägerschaft sowie Landkreis und den Kommunen mit Einrichtungen in Trägerschaft des Landkreises sind so ausgestaltet, dass sie vergleichbare Regelungen schaffen. Ein weiterer wichtiger Baustein der Vereinbarungen ist die Einführung eines einheitlichen Verteilungsmodells, das sowohl die Anzahl der Kinder als auch die vorhandenen Kita-Plätze berücksichtigt. Zudem erfolgt künftig eine verbindliche Endabrechnung auf Basis der tatsächlichen Kosten („Spitzabrechnung“). Dadurch wird sichergestellt, dass Kostenentwicklungen transparent und gerecht ausgeglichen werden. Darüber hinaus enthalten die Vereinbarungen einen Evaluierungsmechanismus, das heißt, sie werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
„Die Einigung zeigt, dass wir gemeinsam tragfähige Lösungen finden können – auch bei komplexen finanziellen Fragen und intensiven Verhandlungen“, macht Landrat Sven Ambrosy deutlich. „Unser gemeinsames Ziel bleibt eine hochwertige und verlässliche Kinderbetreuung im gesamten Landkreis – zum Wohle unserer Kinder, zur Unterstützung der Familien und zur Stärkung unseres Lebens- und Wirtschaftsraums.“
Zum Hintergrund: Der Landkreis Friesland und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden arbeiten unter anderem im Bereich der Kinderbetreuung eng zusammen. Ziel ist, allen Kindern ein verlässliches, qualitativ hochwertiges und bedarfsgerechtes Angebot in Kitas und in der Kindertagespflege zu bieten.
Der Landkreis ist als Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig für die Bedarfsplanung an Kindertagesstätten (Krippen-, Kindergarten- und Hortgruppen) sowie die Erfüllung des gesetzlich festgelegten Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Mit Vereinbarungen wird die Übertragung dieser Aufgabe auf sechs Städte und Gemeinden geregelt und für die Stadt Schortens sowie die Inselgemeinde Wangerooge bestehen gesonderte, aber vergleichbare Regelungen.
Pressemeldung Landkreis Friesland
Jever, 19. März 2026
Copyright Foto: Landkreis Friesland.
